Leben auf dem Lande
Den ländlichen Raum stärken – im gesamten Landkreis Leer
Auch wenn ich heute mit meiner Familie in Holtland lebe, bleibt meine Verbindung zum Rheiderland eng. Meine Mutter lebt in Bunde wie viele meiner Freunde. Ich kenne die Region, ihre Menschen und viele ihrer Herausforderungen aus eigener Erfahrung. Deshalb möchte ich mich auch weiterhin dafür einsetzen, dass das Rheiderland im Kreistag eine starke Stimme hat.
Gleichzeitig hat mir der Blick aus einer anderen ländlich geprägten Region des Landkreises noch einmal deutlich gemacht: Viele Herausforderungen enden nicht an Gemeinde- oder Samtgemeindegrenzen.
Gerade im ländlichen Raum geht es darum, gute Lebensbedingungen dauerhaft zu sichern.
Wir erleben, dass Arztpraxen schwieriger Nachfolger finden. Wege zu medizinischer Versorgung werden länger. Der öffentliche Nahverkehr kann mit den Bedürfnissen vieler Menschen noch nicht Schritt halten. Junge Menschen brauchen gute Bildungs- und Freizeitangebote, während ältere Menschen möglichst lange selbstbestimmt in ihrer vertrauten Umgebung leben möchten.
Hinzu kommt die Frage, wie wir unsere Dörfer lebendig halten. Dazu gehören erreichbare Angebote, funktionierende Infrastruktur und Orte, an denen Gemeinschaft stattfinden kann.
Auch unsere Unternehmen stehen vor besonderen Herausforderungen. Fachkräfte fehlen, bürokratische Anforderungen nehmen zu und eine leistungsfähige digitale sowie verkehrliche Infrastruktur ist längst zu einem entscheidenden Standortfaktor geworden.
Genau hier sehe ich eine zentrale Aufgabe des Landkreises: Die ländlichen Räume dürfen nicht nur verwaltet, sondern müssen aktiv weiterentwickelt werden.
Für unsere Dörfer und Gemeinden bedeutet das aus meiner Sicht insbesondere:
- die medizinische Versorgung langfristig zu sichern,
- Mobilität zwischen unseren Orten und Richtung Leer zu verbessern,
- Schulen und berufliche Bildung zukunftsfähig aufzustellen,
- Wirtschaft und Mittelstand bessere Rahmenbedingungen zu bieten,
- Vereine und Ehrenamt stärker zu unterstützen,
- sowie dafür zu sorgen, dass junge Menschen auch künftig eine Perspektive in unserer Region sehen.
Dabei möchte ich nicht einzelne Regionen gegeneinander ausspielen. Die Herausforderungen in Holtland, Hesel oder Firrel ähneln in vielen Punkten denen in Bunde, Weener und Jemgum.
Gerade deshalb halte ich einen starken Blick auf den gesamten ländlichen Raum für wichtig.
Ich wohne heute in Holtland – das Rheiderland und Hesel haben ähnliche Herausforderungen
Meine Kandidatur für den Kreistag verstehe ich deshalb auch als Möglichkeit, Erfahrungen und Perspektiven aus unterschiedlichen Teilen unseres Landkreises zusammenzubringen.
Ich möchte mich dafür einsetzen, dass das Rheiderland seine eigenen Stärken bewahrt und gleichzeitig bei den großen Zukunftsfragen des Landkreises nicht ins Hintertreffen gerät.
Denn gleichwertige Lebensverhältnisse dürfen kein abstraktes politisches Ziel sein.
Sie müssen sich im Alltag zeigen: bei der Erreichbarkeit eines Arztes, bei guten Schulen, bei Mobilität, bei wirtschaftlichen Perspektiven und bei der Frage, ob Menschen gerne in ihrer Heimat bleiben.
Dafür möchte ich Verantwortung übernehmen – mit einem klaren Blick auf das Rheiderland und den gesamten ländlichen Raum im Landkreis Leer.
Gute Bedinungen für Familien, Kinder und Jugendliche
Ein familienfreundlicher Landkreis entsteht nicht durch einen einzelnen Beschluss. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Betreuung, Bildung, Freizeitmöglichkeiten, Mobilität und einer Infrastruktur, die zum Alltag von Familien passt.
Ich möchte, dass junge Familien gerne im Rheiderland und im Landkreis Leer leben und hier ihre Zukunft sehen.
Dazu gehört für mich auch, Entscheidungen stärker aus Sicht der Familien zu betrachten: Was bedeutet eine politische Entscheidung konkret für Eltern und Kinder? Verbessert sie ihren Alltag tatsächlich?
Gerade im ländlichen Raum müssen wir darauf achten, dass Angebote erreichbar bleiben und nicht immer weiter zentralisiert werden.

Wir müssen für die ältere Generation sorgen
Gerade unsere älteren Mitbürger benötigen Sicherheit, wenn es um die Nahversorgung und Arztbesuche geht. Hier möchte ich mich einsetzen, dass Lösungen gefunden werden, um die Versorgung in den äußeren Ortsteilen zu sichern.
Ich möchte, dass die ältere Generation mehr abgeholt wird und mehr Informationen erhält, welche Möglichkeiten der Unterstützung in unserer Gemeinde bestehen, sowohl seitens der Gemeinde durch Informationsveranstaltungen und Kurse im Familienzentrum wie auch Angebote durch ehrenamtlich engagierte Bürger.
Nahversorgung auch in den äußeren Ortsteilen des Landkreises
Ich werde mich dafür einsetzen, dass Lösungen gefunden werden, um die Versorgung in den äußeren Ortsteilen des Landkreises am Rande der Gemeinden zu sichern. Ein mobiler Dorfladen könnte für das gesamte Rheiderland eine ideale Lösung sein, um beim Einkaufen einen persönlichen Austausch der Bürger zu fördern. Ich bin dafür, dass Menschen mit Menschen zu tun haben, gerade auf dem Lande. Digitale Dorfläden wie die Combi C-Box bereichern aktuell in Nortmoor, Bingum und Ditzumerverlaat und bald in Wymeer die Nahversorgung. Die Sicherung unserer Nahversorgung auf dem Lande ist eine gemeinsame Herausforderung – packen wir es an. Ich bin nachwievor für einen rollenden Supermarkt als Ergänzung.
Ärztliche Versorgung im ländlichen Raum sichern
Eine gute medizinische Versorgung ist für mich ein wesentlicher Bestandteil der Daseinsvorsorge.
Gerade im Rheiderland und in unseren ländlichen Gemeinden müssen wir frühzeitig darauf reagieren, wenn Hausarztpraxen keine Nachfolger finden oder medizinische Angebote immer größere Entfernungen bedeuten.
Der Landkreis kann nicht einfach selbst neue Ärzte schaffen. Er kann aber gemeinsam mit Kommunen, Ärzten und weiteren Akteuren daran arbeiten, attraktive Rahmenbedingungen zu schaffen und neue Versorgungsmodelle zu unterstützen.
Dabei sollten wir offen für neue Lösungen sein – von Gesundheitszentren und kooperativen Praxismodellen bis hin zu mobilen oder digitalen Angeboten.
Entscheidend ist für mich am Ende eine einfache Frage:
Kommen die Menschen im Landkreis Leer auch künftig verlässlich zu medizinischer Versorgung, wenn sie diese benötigen?
Bezahlbares Wohnen als gemeinsame Herausforderung
Wohnraum ist längst nicht mehr nur ein Problem der großen Städte.
Auch im Landkreis Leer brauchen junge Menschen, Familien und Senioren Wohnungen, die zu ihrer jeweiligen Lebenssituation passen und bezahlbar bleiben.
Die entscheidenden Entscheidungen über Bauland und Ortsentwicklung liegen überwiegend bei den Städten und Gemeinden. Der Landkreis kann jedoch unterstützen, koordinieren und dort, wo es möglich ist, Hürden abbauen.
Gerade bei neuen Wohnformen sollten wir offener denken: kleinere Wohnungen für Senioren, Mehrgenerationenprojekte oder Wohnangebote für junge Menschen können dazu beitragen, vorhandenen Wohnraum besser zu nutzen.
Vereine und das Ehrenamt stärken - neuen Förderfonds schaffen!
Unsere Heimat lebt von Menschen, die Verantwortung übernehmen. Feuerwehren, Sportvereine, Kulturinitiativen und viele weitere Organisationen schaffen Gemeinschaft und übernehmen Aufgaben, die der Staat allein niemals leisten könnte.
Diese Arbeit verdient nicht nur Dankesreden. Ich möchte deshalb prüfen, wie der Landkreis Vereine und ehrenamtliche Initiativen einfacher und konkreter unterstützen kann. Ich bin für die EInführung eines Heimathelden Fonds – also ein Förderprogramm für Veriene, Ehrenamtliche und Kommunen.
Dazu gehört für mich auch, kreiseigene Gebäude und Räume stärker für Vereine, Kulturschaffende und ehrenamtliche Initiativen zu öffnen, sofern dies organisatorisch möglich ist.
Außerdem sollten vorhandene Fördermittel stärker danach beurteilt werden, welche Wirkung sie tatsächlich vor Ort erzielen.
Mein Grundsatz lautet:
Nicht die Anzahl der Programme zählt, sondern was davon bei den Menschen ankommt.
Das Rheiderland und den Landkreis gemeinsam denken
Mir ist wichtig, dass wir bei aller notwendigen Konzentration auf das gesamte Kreisgebiet die unterschiedlichen Bedürfnisse unserer Regionen nicht aus dem Blick verlieren.
Das Rheiderland hat andere Herausforderungen als die Stadt Leer oder andere Teile unseres Landkreises. Genau deshalb braucht es im Kreistag Menschen, die ihre Region kennen und ihre Interessen vertreten.
Gleichzeitig möchte ich keine Politik nach dem Prinzip „mein Ort zuerst“.
Der Landkreis Leer funktioniert nur gemeinsam.
Deshalb möchte ich mich dafür einsetzen, dass Bunde, Weener und Jemgum im Kreistag eine starke Stimme haben und gleichzeitig Lösungen unterstützen, von denen der gesamte Landkreis profitiert.
Mein Anspruch: Es muss bei den Menschen ankommen
Politik wird häufig daran gemessen, wie viele Programme gestartet, Fördermittel bereitgestellt oder Projekte angekündigt wurden. Für mich reicht das nicht. Ich möchte stärker danach fragen:
Was wollten wir erreichen? – Was haben wir tatsächlich erreicht? – Was hat sich für die Menschen verbessert?
Genau diese Ergebnis- und Wirkungsorientierung möchte ich in den Kreistag einbringen. Denn am Ende geht es nicht darum, möglichst viel politische Aktivität zu produzieren. Es geht darum, dass die Menschen sagen können:
Hier lässt es sich gut leben. Hier funktioniert unsere Heimat. Und hier haben unsere Kinder eine gute Zukunft.
Dafür möchte ich mich einsetzen – für das Rheiderland und für den gesamten Landkreis Leer.