Wirtschaft & Kultur
Chancen schaffen. Vielfalt fördern. Wirkung erzielen.
Ein wirtschaftlich starker Landkreis schafft Arbeitsplätze, Perspektiven und finanzielle Spielräume. Ein vielfältiges kulturelles Leben sorgt gleichzeitig dafür, dass Menschen gerne hier leben und sich mit ihrer Heimat verbunden fühlen.
Für mich gehört deshalb beides zusammen: Wir brauchen eine starke Wirtschaftsförderung und einen Landkreis, der Kultur, Vereine und ehrenamtliches Engagement in der gesamten Region unterstützt.
Dabei möchte ich einen weiteren Grundsatz etablieren: Öffentliche Mittel sollten dort eingesetzt werden, wo sie tatsächlich etwas bewirken. Deshalb müssen wir stärker darauf schauen, welche konkreten Ergebnisse mit unseren Programmen, Projekten und Förderungen erreicht werden.
Wirtschaftsförderung als aktiver Partner
Unsere Unternehmen schaffen Arbeitsplätze, bilden junge Menschen aus und sichern einen großen Teil unserer regionalen Wertschöpfung. Sie brauchen einen Landkreis, der ihnen nicht zusätzliche Hürden in den Weg stellt, sondern sie bei Investitionen und ihrer weiteren Entwicklung unterstützt.
Die Wirtschaftsförderung des Landkreises möchte ich deshalb weiter stärken. Sie sollte Unternehmen aktiv begleiten, Fördermöglichkeiten aufzeigen und bei wichtigen Vorhaben als verlässlicher Ansprechpartner innerhalb der Verwaltung fungieren.
Dabei geht es nicht allein um Neuansiedlungen. Gerade unsere bestehenden mittelständischen Unternehmen, Handwerksbetriebe und Selbstständigen verdienen mehr Aufmerksamkeit. Wenn ein heimischer Betrieb investieren oder zusätzliche Arbeitsplätze schaffen möchte, sollte der Landkreis alles tun, was in seinem Verantwortungsbereich möglich ist, um dies zu unterstützen.
Entscheidend ist, was am Ende erreicht wird
Der Wohl wichtigsten Punkt ist für mich die Einführung einer Wirkungsmessung.
Wir geben als Landkreis Geld für Wirtschaftsförderung, Kultur, Projekte und viele weitere Initiativen aus. Deshalb sollten wir auch wissen, was mit diesen Mitteln tatsächlich erreicht wird.
Nicht die Zahl der Sitzungen, Veranstaltungen oder Förderprogramme sollte entscheidend sein.
Den Wirtschaftsstandort Landkreis Leer gemeinsam entwickeln
Mit unserer Lage zwischen Ostfriesland, dem Emsland und den Niederlanden haben wir enorme Chancen. Diese möchte ich stärker nutzen.
Dazu gehört für mich ein regelmäßiger und verbindlicher Austausch zwischen Wirtschaft, Verwaltung, Kommunen und Verbänden. Probleme sollten früh erkannt und gemeinsam gelöst werden. Gleichzeitig müssen wir über Gemeindegrenzen hinweg denken, wenn es um Gewerbeflächen, Infrastruktur, Fachkräfte oder Standortmarketing geht.
Auch die Zusammenarbeit mit den Niederlanden bietet wirtschaftlich noch viel Potenzial. Unsere Grenzlage sollte kein Randthema sein, sondern ein echter Standortvorteil.
Fachkräfte gewinnen und junge Menschen hier halten
Viele Unternehmen finden bereits heute nur schwer geeignete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Deshalb müssen Wirtschaft, Schulen, Ausbildungsträger und Verwaltung enger zusammenarbeiten.
Junge Menschen sollten früh erfahren, welche beruflichen Möglichkeiten ihnen unsere heimischen Unternehmen bieten. Gleichzeitig müssen wir dafür sorgen, dass der Landkreis auch für Fachkräfte und ihre Familien attraktiv bleibt.
Denn die Entscheidung für einen Arbeitsplatz ist heute häufig auch eine Entscheidung für einen Lebensort.
Und genau hier treffen sich Wirtschaft und Lebensqualität.
Kultur für alle Generationen
Kultur bedeutet für mich mehr als einzelne Veranstaltungen. Sie schafft Begegnung, bringt Menschen zusammen und macht unsere Städte und Gemeinden lebenswert.
Der Landkreis verfügt bereits über bedeutende kulturelle Einrichtungen. Diese Infrastruktur sollten wir noch stärker öffnen, vernetzen und gemeinsam mit Vereinen, Kulturschaffenden und ehrenamtlichen Initiativen weiterentwickeln.
Dabei wünsche ich mir ein kulturelles Angebot, das möglichst viele Menschen erreicht: Kinder und Jugendliche genauso wie Familien, Erwachsene und ältere Menschen.
Nicht jede gute Veranstaltung muss dabei in der Stadt Leer stattfinden. Kultur sollte im gesamten Landkreis erlebbar sein – von Borkum über das Rheiderland und die Stadt Leer bis in unsere Gemeinden im Oberledingerland und rund um Hesel.
Mehr Vielfalt ermöglichen
Ich möchte mehr Raum für unterschiedliche kulturelle Formate schaffen.
Neben traditionellen Angeboten gehören dazu auch moderne Musikveranstaltungen, Kleinkunst, Theater, Lesungen, Poetry Slam, regionale Geschichte, Jugendkultur und neue Veranstaltungsformate.
Der Landkreis sollte dabei nicht selbst alles organisieren. Viel wichtiger ist es, die Menschen zu unterstützen, die vor Ort Ideen haben und etwas auf die Beine stellen wollen.
Vereine, Initiativen und Kulturschaffende brauchen dafür unkomplizierte Ansprechpartner sowie geeignete Räume und verlässliche Rahmenbedingungen.
Auch kreiseigene Gebäude und Veranstaltungsräume sollten deshalb stärker darauf geprüft werden, ob sie Vereinen, kulturellen Initiativen oder ehrenamtlichen Projekten kostengünstig zur Verfügung gestellt werden können.
Nachhaltige Konzepte statt einzelner Aktionen
Gute Kulturpolitik darf nicht allein daraus bestehen, jedes Jahr einzelne Projekte zu finanzieren.
Ich wünsche mir eine langfristige Kulturstrategie für den Landkreis Leer, die bestehende Angebote besser miteinander verbindet und neue Ideen ermöglicht.
Dabei sollten wir stärker zusammenarbeiten: mit unseren Städten und Gemeinden, den Vereinen und Kulturschaffenden sowie mit Schulen und weiteren Einrichtungen.
Fördermittel von Land, Bund und EU müssen dabei konsequent genutzt werden, um aus den finanziellen Möglichkeiten des Landkreises möglichst viel für unsere Region herauszuholen.
Wirtschaftsrat einführen, Netzwerkarbeit zur Ems-Achse fördern
Wirtschaftsförderung ist der Kern der Wirtschaftspolitik. Zu ihr gehören der regelmäßige Kontakt zu den Unternehmen und zu den Selbstständigen in der Gemeinde. Unternehmen, die wachsen wollen, müssen in Bunde immer eine Möglichkeit dazu finden. Ich will Abwanderungen von Unternehmen in jedem Fall verhindern. Zur Wirtschaftsförderung gehören auch Werbung und Marketing. Unser Landkreis und entsprechenden Gewerbegebiete muss überregional beworben und vermarktet werden, damit Unternehmen und Fachkräfte auf unsere Region aufmerksam werden.
Gerade auch Gründer und Start-ups müssen gefördert werden. Ich habe in der Region ein umfangreiches Netzwerk zu Unternehmen und Verbänden und möchte diese Kontakte für Wirtschaftsförderung einsetzen, damit unsere Firmen eine gute Beratung und Unterstützung erhalten und ein Erfahrungsaustausch stattfindet.
Es gibt so viele Förderprogramme, die auch gerade für viele Firmen, die Investitionen tätigen wollen, oder in Coronazeiten entsprechende Hilfen benötigen. Hier möchte ich aktiv eine Förderberatung anbieten.
Weiterhin möchte ich einen regelmäßig tagenden Wirtschaftsrat einführen, damit Unternehmen sich mit mir und der Wirtschaftsförderung austauschen können, wo wir entweder direkt helfen, oder die richtigen Kontakte vermitteln können, wenn es um neue Herausforderungen für unsere Unternehmen geht.
Initiativen gegen Fachkräftemangel
Im Landkreis wird mittlerweile zu wenig ausgebildet. Fachkräfte werden jedoch in allen Bereichen immer mehr benötigt. Daher will ich in Zusammenarbeit mit Betrieben gemeinsame Initiativen für mehr Ausbildungsplätze und damit bessere Perspektiven für Jugendliche vor Ort entwickeln. Zusammen mit den Nachbarkommunen möchte ich auch überörtliche Strategien gegen Fachkräftemangel und für mehr Ausbildung erarbeiten.
Grenzübergreifende Zusammenarbeit
Weil wir direkt an die Niederlande angrenzen, ist es nur sinnvoll, auch die Zusammenarbeit über die Grenzen hinweg zu stärken. Dadurch stärken wir die Gemeinschaft und ebenso den Tourismus. In der angrenzenden Gemeinde Oldambt wird so viel geboten, das gilt es zu nutzen.
In Groningen und der Gemeinde Oldambt sind so viele hochklassige Veranstaltungen, Festivals und Attraktionen geboten, die wir sonst eher nur auf dem Niveau in Hamburg und Berlin vermuten. Wenn wir nun auch in ein paar Jahren einen Bahnanschluss haben, welcher uns mit Leer und den Niederlanden verbindet, sollten wir den Austausch der Kulturen unbedingt fördern – dafür werde ich mich starkmachen.
Weiterhin leben ebenfalls viele Bürger aus den Niederlanden in unserer Gemeinde, diese möchte ich ebenfalls einbinden, damit Bunde auch für diese Mitbürger eine gern gewählte Heimat ist.
Fazit: Wirtschaft und Kulturvielfalt ganzheitlich fördern!
Ein Landkreis mit wirtschaftlicher Stärke und Lebensqualität
Ich möchte einen Landkreis Leer, in dem Unternehmen gute Bedingungen für Investitionen und Wachstum finden und Menschen gleichzeitig gerne leben. Dafür brauchen wir wirtschaftliche Stärke – aber genauso eine lebendige Heimat mit vielfältiger Kultur, starken Vereinen und engagierten Menschen.
Unsere Aufgabe ist es, dafür die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen und anschließend auch zu überprüfen, ob wir unsere Ziele erreichen.
Denn für mich zählt in der Politik nicht, wie viele Vorhaben angekündigt werden.
Für mich zählt, was am Ende bei den Menschen und unseren Unternehmen ankommt.